Dr. Dr. Lange & Weyel, Praxis für Ästhetisch Plastische und Mund-, Kiefer-, Gesichtschirurgie
Fliethstraße 67
41061 Mönchengladbach
Telefon: 02161 / 46666 - 66

Fliethstraße 67 · 41061 Mönchengladbach

Telefon: 02161 / 46666 - 66

  • praxis_3

Parodontalchirurgie



Minimal chirurgische Verfahren stehen im Mittelpunkt einer zeitgemäßen, parodontalchirurgischen Behandlung. Mikrochirurgisches Instrumentarium und neue, klinische Therapieerkenntnisse ermöglichen einen zurückhaltenden Umgang mit dem Skalpell. Die Verbesserung der oralen, mikrobiellen Besiedelung und konsequente Behandlung aller parodontalen Entzündungen sind Voraussetzung für weitergehende parodontalchirurgische Maßnahmen. Diese planen wir erst, wenn nach Anwendung aller konservativen Methoden immer noch tiefe Zahnfleischtaschen festgestellt werden. Unter Sicht erfolgt die Wurzelglättung, Kurettage und die Beseitigung von Bakterienschlupfwinkeln sowie tiefen Zahnfleisch- und Knochentaschen. Entzündliches Gewebe wird schonend abgetragen. Bei Bedarf erfolgen diese Arbeiten mit Laserunterstützung.

 

Knochenaufbau
Hat sich der Zahnhalteapparat aufgrund einer Parodontitis abgebaut - stark fortgeschrittener Knochenverlust - kann dieser, je nach Ausprägung des Abbaus, wieder neu geschaffen werden. Der Wiederaufbau zerstörter Knochensubstanz kann bei kleineren Defekten mit Knochenersatzmaterialien erfolgen. Moderne Techniken wie GBR (Guided Bone Regeneration) bzw. GTR (Guided Tissue Regeneration) ermöglichen es, Knochendefizite auszugleichen. Mit dem sogenannten Knochen-Modelling formen wir den Knochen so, das nach dem Einheilungsprozess das Zahnfleisch wieder gesund und ohne Taschen anliegt.

 

Regeneration
Das neueste Therapiekonzept ist die Förderung des Wiederaufbaus des Zahnhalteapparats (Wurzelzement, Faserbündel und Knochen) mit Schmelzmatrixproteinen. Diese ermöglichen es dem menschlichen Körper, den natürlichen Zahnhalteapparat wieder herzustellen, in dem sie die Prozesse, die während der Zahnentwicklung stattfinden, nachahmen. Die Regeneration des gesamten Zahnhalteapparats beginnt unmittelbar nach der Behandlung mit Schmelzmatrixproteinen und setzt sich über einen längeren Zeitraum fort. Durch die Anwendung von regenerativen Methoden, wie zum Beispiel mit Schmelzmatrixproteinen in Kombination mit alloplastischen Materialien und intraoperativer Applikation von Ozon und Lasersterilisation der Taschen wird vermieden, dass es zur Bildung von Narben- und Bindegewebe kommt.

 

Sowohl GTR/GBR als auch die Therapie mit Wachstumsfaktoren sind heute wissenschaftlich anerkannte Methoden, die in unserer Praxis routinemäßig angewandt werden.

 

Nachsorge
Nach der aktiven Behandlungsphase wird der Parodontalpatient in der Nachsorge (geläufig ist auch der amerikanische Begriff "Recall") regelmäßig zu Kontrollsitzungen bei der Dentalhygienikerin aufgeboten. Je nach Schwere des Krankheitsbildes, individueller Mundhygiene und parodontaler Resistenz kann der Abstand zwischen zwei Recall-Sitzungen 2 bis 6 Monate betragen. Langzeitstudien belegen, dass die professionelle Betreuung und Überwachung des Parodontalpatienten nach der Behandlung den eigentlichen Schlüssel zur Aufrechterhaltung des Behandlungsresultates darstellt. Gemeinsam mit unseren überweisenden Kollegen versuchen wir, diese Erkenntnis umzusetzen, indem alle behandelten Parodontalpatienten einer besonders engmaschigen und detaillierten Kontrolle mit regelmässiger Erhebung der Mundhygieneindices und Taschenmessung unterliegen. Dabei erfolgt die Nachsorge im Regelfall durch Ihren Zahnarzt.

 

Gen-Sondentest
Eine Parodontalerkrankung geht von Bakterien aus und kann mit einer molekular-biologischen Parodontaldiagnostik spezifiziert werden. Die Fragen, warum eine Parodontitis trotz gewissenhafter Mundhygiene auftritt und warum sie familiär gehäuft anzutreffen ist, kann ein Gentest beantworten. Der Test analysiert Erbinformationen bestimmter Bakterien, die für das Auslösen einer Parodontitis verantwortlich sind. Etwa 30% der Bevölkerung sind genetisch vorbelastet. Bei ihnen besteht ein stark erhöhtes Risiko, an Parodontitis zu erkranken.

 

Mit einem Gentest können diese Personen identifiziert, die zu erwartende Schwere des Krankheitsverlaufes prognostiziert und eine angemessene Therapie im Frühstadium geplant werden. Für betroffene Risikopatienten empfehlen wir neben einer besonderen Mundhygiene eine engmaschige Kontrolle.